Leitfaden zum Verhalten bei Durchsuchungen


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Die Situation:

durchsuchungsbeschluss fotoVöllig unerwartet stehen Polizei oder Staatsanwaltschaft und Polizei morgen zusammen mit den ersten Patieneten vor Ihrer Praxistür. Sie händigen Ihnen einen Durchsuchungsbeschluss für Ihrer Praxis, Ihr Auto und Ihre Privatwohnung oder Haus aus. Dabei erklären Sie Ihnen, dass der Verdacht einer Strafttat - oftmals des gewerbsmäßigen Abrechnungsbetruges und/oder der Steuerhinterziehung gegen Sie bestehe aufgrund dessen nun durchsucht werde.

Gleichzeitig meldet sich Ihr Ehepartner oder Hausangestellte telefonisch und bereichten con soeben eingetroffenen Beamten, die nun durchsuchen würden.

Wer jetzt nicht weiß, wie zu reagieren ist, gerät unter Umständen in Panik und handelt dann womöglich zum eigenen Nachteil.

Daher CAVE!

Kennen und nutzen Sie Ihre Rechte und nehmen Sie diese wahr.

Der folgendem Leitfaden soll Sie dabei unterstützen - optimal ist er den Mitarbeitern bekannt und liegt immer griffbereit zur Hand.

 

Leitfaden für den Fall einer bevorstehenden Durchsuchung

  • Ruhe bewahren

  • Schweigen Sie unbedingt und ausnahmslos zum Tatvorwurf - unabhängig davon, was Ihnen versprochen wid. Schweigen Sie auch dann, wenn Sie meinen, den Tatvorwurf ganz kurzfristig und sofort ausräumen können.
    Führen Sie keine informellen Gespräche.

Der erste Praxismitarbeiter, der von der Durchsuchung erfährt, kontaktiert sofort Ihren Verteidiger für die Durchsuchung.
Wählen Sie:
Tel. 0171 - 464 99 44
        089 - 411 18 47 - 11 (RA Dr. Peters)
Darauf haben Sie einen Anspruch. Wir erscheinen kurzfristig vor Ort und beachten, dass die rechtskonform verläuft und Ihnen keine Fehler unterlaufen.

  • Bitten Sie die Beamten, mit der Durchsuchung zumindest solange abzuwarten, bis Sie mit Ihrem Verteidiger telefoniert haben.

  • Erfassen Sie die Daten der Dienstausweise aller ermittelnden Beamten.

  • Ihre Mitarbeiter sind verpflichtet, Angaben zur Person zu machen. Ihre Mitarbeiter sollen nicht zur Sache aussagen. Sie haben Anspruch auf anwaltlichen Zeugenbeistand, ohne dessen Anwesenheit Sie auch bei beabsichtigter Vernehmung durch den Staatsanwalt selbst schweigen dürfen.

  • Versuchen Sie auf keinen Fall, mögliche Beweismittel beiseite zu schaffen. Verändern Sie nichts mehr.

  • Weisen Sie die Ermittler darauf hin, wo sie die im Durchsuchungsbeschluss genannten Beweismittel finden. So ist das Durchwühlen anderer Unterlagen entbehrlich.

  • Die EDV ist nach Möglichkeit zu spiegeln, nicht zu entfernen. Fangen Sie früh an, absehbar benötigte Dokumente zu kopieren.

  • Sie werden gefragt, ob Sie sichergestellte Unterlagen freiwillig herausgeben: Nein. Erheben Sie Widerspruch gegen die Beschlagnahme.

  • Notieren Sie und Ihre Mitarbeiter alle Fragen, die von den Ermittlungsbeamten gestellt wurden - und die hoffentliche nicht beantwortet wurden.

  • Verpflichten Sie Ihre Mitarbeiter, keinem - auch nicht dem engsten Partner oder Familienmitglied - von der Durchsuchung zu erzählen. Für die Praxis schädliche Auswirkungen sind sonst nicht zu vermeiden.